Wer als Neuling ins Lauftraining einsteigt, könnte schon nach kurzer Zeit Bekanntschaft mit einem Muskelkater machen. Neueste Erkenntnisse zeigen, dass es sich dabei keineswegs, wie allgemein verbreitet, um eine Übersäuerung der Muskeln handelt.
Kennen Sie das Phänomen? Sie laufen einmal viele Stufen hinauf, eigentlich ohne Beeinträchtigung, außer einer eventuell auftretenden leichten Müdigkeit. Sie steigen dieselbe Anzahl Stufen hinab – und am nächsten Tag ist er da, der gefürchtete weil schmerzhafte Muskelkater. Wie ist das zu erklären, sollte man doch meinen, dass das hinab laufen eigentlich die einfachere Übung ist?
Der Grund dafür ist, dass der Muskel nachgebende, oder wie die Experten sagen exzentrische Arbeit leisten muss. Die unangenehmen Schmerzen rühren von kleinsten Verletzungen innerhalb der Muskulatur, den so genannten Mikrotraumen.
Verschiedene Maßnahmen haben sich als probate Mittel gezeigt, um den Schmerz beim Muskelkater zu lindern. Auch wenn es anfangs schwer fällt, so kann leichtes Joggen durchaus zur Wohltat werden. Wer sich im Anschluss daran einen Saunagang oder Wannenbäder mit Rosmarinzusatz gönnt, ist fast schon schmerzfrei. Spätestens wenn Sie den letzten Rat befolgen und leichte Streichmassagen vornehmen, ist die Müdigkeit aus den Muskeln gewichen, die Schmerzen haben sich verflüchtigt.
Um dem Muskelkater, der einen im Training ein gutes Stück zurückwerfen kann, zu entgehen, sollte man gerade als Anfänger einen der vielen Laufpläne zu Rate ziehen. Im Internet finden sich spezielle Trainingspläne für Läufer, die hilfreiche Unterstützung geben. Diese richten sich an unterschiedliche Läufergruppen. Die Annäherung an die überaus beliebte 10-Kilometer-Distanz ist ebenso Programm wie die Halbmarathon- oder gar Marathonstrecke. Auch wer eher abseits fester Wege im Gelände laufen will – die Experten sprechen vom Trailrunning – findet im Web beispielsweise Trainingspläne, die ihn in drei Monaten bestens auf die Strecken über Stock und Stein vorbereiten.